Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktStörungen der Darmmotorik Der menschliche Verdauungskanal, also die Strecke zwischen Mund und Darmausgang, hat eine durchschnittliche Länge von fünf bis sechs Metern. Um den Nahrungsbrei über diese weite Distanz zu befördern, benötigen Speiseröhre, Magen und Darm eine Muskulatur, die ringförmig um die Verdauungsorgane angeordnet ist. Diese führt eine Abfolge von Kontraktionen (Zusammenziehung) aus, die den Speisebrei Stück für Stück vorantreiben. Wie kommt es zu einem Reizdarm? Zur leichteren Veranschaulichung dieser Bewegung dient das Beispiel eines Fahrradschlauches, durch den man von außen mit zwei Fingern versucht, eine zähflüssige Masse voranzuschieben. Dieses Bewegungsvermögen bezeichnet man in der Medizin als motorische Aktivität (Motilität). Sind die natürlichen Bewegungen des Verdauungstraktes verändert, dann spricht man von einer gestörten Aktivität.
Sie hat zum Beispiel zur Folge, dass die Verdauungsbewegungen zu langsam oder zu schnell einsetzen. Diese Bewegungsstörungen stehen nach neuesten medizinischen Erkenntnissen in direktem Zusammenhang mit dem Reizmagen- und Reizdarm.
Verlangsamte oder beschleunigte Magen-Darm-Aktivität
Die Bewegungsstörungen des Magens äußern sich meist durch eine verlangsamte Aktivität (Hypomotilität). Die zur Zerkleinerung der Speisen erforderlichen Muskelbewegungen des Magens sind zu selten oder zu schwach, um ihre Aufgabe richtig zu erfüllen. Dadurch verbleibt der Speisebrei länger als nötig im Magen und führt auf diese Weise zu Übelkeit und Völlegefühl. Das Gegenteil dieser funktionellen Störung stellt eine beschleunigte Aktivität (Hypermotilität) dar.
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